Dr. Aleksandra Fottner
Zahnheilkunde & Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche
Dr. Aleksandra Fottner
Zahnheilkunde & Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche
Tipps und häufige Fragen
Titelbild - Tipps
Ab wann soll mein Kind mit dem Zähneputzen beginnen?

Die Zahnpflege sollte mit dem Sichtbarwerden des ersten Milchzahns beginnen. Bei den Allerkleinsten kann man die ersten Zähnchen mit einem feuchten Wattestäbchen reinigen. Sind mehrere Zähne vorhanden, kann die Reinigung mit einer Kinderzahnbürste begonnen werden.
 Wenn Ihr Kind die Zahnbürste halten kann, lernen die Kinder das Zähneputzen im spielerischen Umgang am Schnellsten. Da die Kleinen motorisch noch nicht so gut sind, ist ein Nachputzen unerlässlich.

Ab dem 2. Lebensjahr sollten die Milchzähne morgens und abends mit einer altersentsprechenden Kinderzahnpasta geputzt werden. 
Diese zeichnet sich durch einen passenden Fluoridgehalt aus und wird durch den milden Geschmack leichter akzeptiert. Allerdings sollte diese nicht süß sein, weil sie sonst zum Naschen und Herunterschlucken verleitet.
Wann soll mein Kind zum ersten Mal zum Zahnarzt?

Sobald Ihr Kind Milchzähne hat, empfehlen wir einen ersten Zahnarztbesuch. Dieser erste Besuch dient hauptsächlich als Informationstermin. Hier bekommen Sie von uns Hinweise und Empfehlungen zu Ernährung und Zahnpflege. Auch können eventuelle Probleme frühzeitig erkannt und deshalb meist problemlos behandelt werden.
 Als angenehmer Nebeneffekt empfindet Ihr Kind den Zahnarztbesuch als eine normale Sache und kommt fortan ohne Angst, ja sogar gerne zu uns.

Was muss ich beim ersten Zahnarztbesuch mit meinem Kind beachten?

 Ihr Kind hat von sich aus keine Angst vor einem Zahnarztbesuch. Wichtig für die Eltern ist es, die ersten Termine entsprechend vorzubereiten. Erzählen Sie nur Positives von den eigenen Zahnarztbesuchen. Vermeiden Sie eine negative Wortwahl wie "Das tut nicht weh", "keine Angst" oder "das wird schon nicht so schlimm". Sie sollten dem Kind auch keine Belohnung versprechen, weil es sonst das Gefühl hat, etwas Unangenehmes tun zu müssen. Am Besten, Sie reden im Vorfeld gar nicht viel darüber, sondern erachten es selbst wie ein Besuch beim Friseur und überlassen es uns, die Fragen Ihres Kindes zu beantworten.

Nach der Behandlung sollten Sie Ihr Kind loben. So motivieren Sie es für den nächsten Besuch beim Zahnarzt.

Kann ich bereits bei der Ernährung etwas für die Zähne meines Kindes tun?

Zuerst eine positive Nachricht für die Kinder: Süßigkeiten sind nicht komplett verboten. Entscheidend ist die Häufigkeit des Zuckerkonsums. Kinder und auch wir Erwachsene sollten tagsüber möglichst viele zuckerfreie Zeiten haben, damit sich die Zähne regenerieren können und die Bakterien auf den Zahnoberflächen nicht dauernd mittels des Zuckers den Zahnschmelz schädigen. Gegen eine süße Nachspeise ist nichts einzuwenden. Schlecht für die Zahngesundheit sind die zuckerhaltigen Zwischenmalzeiten, mal ein Bonbon hier, mal ein Stück Schokolade da. Zucker ist nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in allen Brausegetränken, wie Fanta und Cola und auch im Eistee reichlich vorhanden. Auch die sogenannten zuckerfreien Fruchtsäfte enthalten viel Fruchtzucker, der ebenfalls Kariesprobleme verursachen kann. Versuchen Sie Ihrem Kind Säfte nur zu den Hauptmalzeiten zu geben und sonst den Durst mit Wasser zu stillen.

Gerne geben wir Ihnen hierzu noch weitere Tipps bei einer Ernährungsberatung in unserer Praxis.

Sind Daumenlutschen oder Schnullernuckeln schlecht für die Zähne meines Kindes?

Durch zu häufiges Daumenlutschen oder zu langes Schnullernuckeln können Zahnfehlstellungen entstehen. Das Kind entwickelt einen sogenannten offenen Biss, wenn die Frontzähne von Ober- und Unterkiefer beim Zubeißen keinen Kontakt mehr haben, sodass das Essen von Karotten, ganzen Äpfeln und sogar von Wiener Würstchen Schwierigkeiten machen kann. Eltern sollten den Kleinen bis spätestens zum 2. Geburtstag den Schnuller abgewöhnt haben.

Unterscheiden sich Kinderzahnarztpraxen von den üblichen Zahnarztpraxen?

Ja, sie unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von Zahnarztpraxen für Erwachsene. Das Team ist auf die Behandlung von Kindern spezialisiert. Die kinderzahnärztliche Weiterbildung erfolgt nach dem Studium bei etablierten Kinderzahnärztinnen bzw.  -ärzten und in zahlreichen Kursen für Verhaltensführung und Hypnose. Bei Kindern sind die Zähne noch in der Entwicklungsphase und der Zahnschmelz  von Milchzähnen unterscheidet sich von dem der bleibenden Zähne. Es gibt deshalb große Unterschiede in den Bereichen Diagnostik, Prophylaxe, Behandlungsarten und Kieferorthopädie. Auch sind die Behandlungszimmer speziell kindgerecht ausgestattet und sollten den Kindern einen spielplatzähnlichen Eindruck vermitteln.